Gut gelaunte Tiger, Löwen und Zebras

Mannheimer Morgen –  Katarina Ivkovic – 01.02.2016

Kappenabend beim Sportfischerverein mit rund 400 Gästen / Motto: „Tschungelfiewa in Heddesse“ sorgt für beste Stimmung

„Weil die Stimmung einfach bombastisch ist!“, antwortet die Heddesheimerin Larissa Leinberger (22) auf die Frage, wieso sie zum dritten Mal beim Kappenabend des Sportfischervereins dabei ist. Sie und ihre Freunde sind als Dschungelcamp-Bewohner verkleidet gekommen – natürlich passend zum diesjährigen Motto: „Tschungelfiewa in Heddesse“. Mit 400 Leuten ist der Bürgersaal randvoll mit feierwütigen Menschen.

Erwin Brutscher führt als Moderator durch den Abend. „Ihr müsst koi Angst hawwe, Dr. Bob erscheint net. Es gibt au kei Prüfung, ihr müsst nur kräftig mitklatsche!“, begrüßt er die Gäste zu Beginn. Denn der Lohn eines Künstlers sei sein Applaus. Und tatsächlich: So viele gut gelaunte Tiger, Löwen, Bienen und Zebras sieht man selten auf einem Haufen.

Die Dschungelforscher Dr. Do und Dr. Little (Steven Benzler und Steffen Brutscher) bringen mit ihren Sketchen zum Lachen. Das Neubaugebiet „Mitten im Feld“ wird kräftig auf die Schippe genommen: „Mitten im Feld?! Aber hier wird doch überall gebaut!“ Dort sei übrigens ein Blindgänger gefunden worden- „aber keine Angschd, den hamma ins Rathaus gebracht!“ Auch der Bürgermeister kommt somit auf seine Kosten.

Feiern bis spät in die Nacht
Die Schunkelrunden zwischendurch lassen das „Fiewa“ immer höher steigen, das große Angebot an nicht nur antialkoholischen Getränken womöglich auch. Christel Schelkes „vom Reisebüro“ verrät in ihrer politischen Bütt, sie habe durch die Flüchtlinge ihr größtes Geschäft im vergangenen Jahr gemacht.

Bevor dann die „Freunde aus Venne“ die Stimmung zum Kochen bringen, erstattet Heddesheims „Lieblichkeit Anne-Kathrin I. von der Römerstadt“ einen Besuch ab und wünscht allen viel Spaß.

Für Evi Weimann ist es an diesem Tag eine Premiere: Die „bissige Zebra-Stute aus Ladebersch“ ist der Meinung: „Es gibt ka Labe ohne Fra!“. Die Frauen sind selbstverständlich ihrer Meinung, die Männer ganz und gar nicht. Nach der Pause dann steigt „das Fiewa“ ins Unermessliche.

Thorsten Gehrmann steht mit seiner Bütt auf dem Programm. Der „Hengschd vun Heddesse“ bietet der bissigen Stute Paroli – und das Gegröle der männlichen Gäste und die Empörung der weiblichen ist nicht zu überhören.

Die Spargelstecher aus Käfertal sind auch wieder gekommen. „Meine Mädels und ich, wir finden’s hier immer so geil – es ist wirklich unser Highlight!“, so Prinzessin Tamara I. aus dem Hause Sax & Klee. Die Spargelstecher kommen kostümtechnisch ein wenig zu spät, sie haben sich fürs Oktoberfest eingekleidet. Aber das macht überhaupt nichts, denn mit dem Partyrepertoire bringen sie wie jedes Jahr den Saal zum Überkochen.

Nachdem am Ende dann alle Akteure noch einmal auf die Bühne kommen und sich verabschieden, geht es im „Pflug“ an der Bar bis drei Uhr morgens weiter. Dort sorgt Rolf Klemm als DJ für eine tolle Stimmung.

© Mannheimer Morgen, Montag, 01.02.2016